Ein Haus lässt sich schnell verkaufen, aber nicht über Nacht. Die Vermarktung können Sie verkürzen oder ganz überspringen. Die Abwicklung beim Notar, bei der Bank und bei der Zahlung folgt dagegen festen Schritten, und die brauchen Wochen. Wer in München kurzfristig Klarheit oder Liquidität braucht, sollte deshalb wissen, welcher Weg welchen Zeitraum tatsächlich abdeckt.
Nach dem Lesen wissen Sie, mit welchem Zeitrahmen Sie bei Privatverkauf, Makler und Direktankauf rechnen können, was den Ablauf bremst und was ein schneller Verkauf kostet. Auch das, was er nicht ändert.
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Das Wichtigste in Kürze:
- Wer die Immobilie direkt verkaufen möchte, spart die Vermarktungsphase, aber nicht die Abwicklung. Zwischen Kaufvertragsentwurf und Kaufpreiszahlung vergehen typischerweise mehrere Wochen.
- Ein Hausverkauf dauert im Durchschnitt sechs bis zwölf Monate. Der größte Teil davon liegt meist in der Vermarktung.
- Zwischen Kaufvertragsentwurf und Kaufpreiszahlung sollten Sie mit etwa fünf bis neun Wochen rechnen. Das ist ein Richtwert aus typischen Teilfristen, keine Zusage.
- Zwischen Vertragsentwurf und Beurkundung gilt eine Frist von zwei Wochen, wenn ein Unternehmen und eine Privatperson den Kaufvertrag schließen. Zwischen zwei Privatpersonen gilt sie nicht, der Vorlauf beträgt in der Praxis dennoch meist zwei bis drei Wochen.
- Ein Direktankauf bedeutet in der Regel einen Abschlag gegenüber dem Marktpreis, dafür entfällt die Maklerprovision. Ob ein Ankäufer Kosten wie die Löschung einer Grundschuld übernimmt, sollte im Angebot stehen.
Haus schnell verkaufen heißt in der Praxis: die Vermarktung verkürzen oder überspringen, denn die Abwicklung ab dem Kaufvertragsentwurf dauert typischerweise mehrere Wochen. Sie umfasst den Vorlauf bis zum Notartermin, die Freigabe der Grundschuld durch die Bank und die Kaufpreiszahlung nach der Fälligkeitsmitteilung.
Haus schnell verkaufen: Wo beim Verkauf die Zeit vergeht
Ein Hausverkauf besteht aus Phasen, und nur eine davon lässt sich stark beeinflussen. Die Übersicht zeigt die Zeitrahmen, die Ratgeber und Portale nennen.
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Phase |
Zeitrahmen |
Was sie bestimmt |
|---|---|---|
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Vermarktung bis zur Käuferzusage |
Teil der durchschnittlich 6 bis 12 Monate Gesamtdauer |
Lage, Zustand, Preis, Nachfrage |
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Kaufvertragsentwurf bis Notartermin |
etwa 2 bis 3 Wochen |
Prüfzeit des Käufers, Vorlauf vor der Beurkundung |
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Notartermin bis Kaufpreiszahlung |
etwa 3 bis 6 Wochen |
Vormerkung, Verzicht auf das Vorkaufsrecht der Gemeinde, Freigabe der Grundschuld, Fälligkeitsmitteilung |
Zählt man die beiden letzten Zeilen zusammen, ergibt sich ein Richtwert von etwa fünf bis neun Wochen zwischen Kaufvertragsentwurf und Kaufpreiszahlung. Er streut je nach Bank, Notariat, Ämtern und Objekt und beginnt erst, wenn Käufer und Preis feststehen.
Für München gibt es keine belastbare Durchschnittszahl zur Vermarktungsdauer. In Regionen mit sehr hoher Nachfrage kann es schneller gehen.
Kurz zusammengefasst: Die Vermarktung ist die Phase mit dem größten Spielraum. Die Abwicklung ab dem Kaufvertragsentwurf lässt sich nur begrenzt verkürzen.
Privatverkauf, Makler oder Direktankauf: Was jeder Weg an Zeit spart
Alle drei Wege führen zum selben Notartermin. Sie unterscheiden sich darin, wie lange es dauert, bis ein Käufer feststeht.
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Privatverkauf |
Verkauf mit Makler |
Direktankauf |
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|---|---|---|---|
|
Vermarktungsphase |
Ja, in Eigenregie |
Ja, durch den Makler |
Entfällt |
|
Besichtigungen durch Interessenten |
Ja |
Ja |
Nein, nur durch den Ankäufer |
|
Preisbildung |
Angebotspreis am Markt |
Angebotspreis am Markt |
Individuelles Angebot des Ankäufers |
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Kaufvertragsentwurf bis Zahlung |
etwa 5 bis 9 Wochen |
etwa 5 bis 9 Wochen |
etwa 5 bis 9 Wochen |
Belastbare Vergleichszahlen zur Gesamtdauer je Weg liegen nicht vor. Die genannten Durchschnittswerte gelten für den Hausverkauf insgesamt.
Privatverkauf: Zeit hängt an Ihrem Aufwand
Beim Privatverkauf übernehmen Sie Exposé, Besichtigungen, Verhandlung und Unterlagen selbst. Die Dauer hängt davon ab, wie viel Zeit Sie dafür haben und wie schnell ein Käufer seine Finanzierung nachweist. Ob Sie Privatverkauf oder Direktankauf wählen, ist eine Abwägung aus Zeit, Aufwand und Preis.
Verkauf mit Makler: Die Vermarktung ist ausgelagert, nicht kürzer
Ein Makler übernimmt Vermarktung, Besichtigungen und die Vorauswahl der Interessenten. Die Abwicklung verkürzt das nicht, denn Vertragsentwurf, Notartermin und Zahlung folgen denselben Schritten. Wer den regulären Verkaufsablauf Schritt für Schritt durchläuft, sollte mit einer Vermarktung von mehreren Monaten rechnen.
Direktankauf: Ohne Vermarktung, aber mit Abwicklung
Beim Direktankauf entscheidet der Käufer selbst über den Kauf. Es gibt keine Inserate, keine Besichtigungen durch Interessenten und keine Verhandlung zwischen mehreren Bietern. Ist der Ankäufer nicht auf einen Kredit angewiesen, entfällt außerdem die Finanzierungsprüfung einer Bank als Verzögerung.
Der Zeitvorteil liegt damit in der Vermarktungsphase. Die Abwicklung bleibt. Die Zwei-Wochen-Frist vor der Beurkundung gilt, wenn ein Unternehmen und eine Privatperson den Vertrag schließen, gleichgültig, wer von beiden verkauft. Zwischen zwei Privatpersonen gilt sie nicht. Das Angebot eines Direktankäufers kann schnell vorliegen. Bis zur Zahlung vergehen trotzdem Wochen. Was in Ihrem Fall gilt, klärt die Notarin oder der Notar.
Eine Sonderlage bleibt der Fall, in dem Fristen von außen gesetzt werden. Eigene Regeln und gerichtliche Fristen gelten, wenn eine Versteigerung droht.
Was einen schnellen Verkauf typischerweise verzögert
Meist summieren sich mehrere kleine Wartezeiten bei Unterlagen, Bank und Notariat.
Fehlende Unterlagen
Viele Unterlagen lassen sich nur bei Ämtern oder Fachleuten beschaffen. Auszüge und Karten kommen von Behörden, der Energieausweis von einem Energieberater. Unterlagen mit amtlicher Anforderung bestellen Sie deshalb früh. Der Energieausweis ist bei einem Verkauf vorzulegen. Bei Wohngebäuden gehören außerdem bestimmte Angaben daraus in Immobilienanzeigen (§ 87 GEG). Er gehört zu den ersten Dingen, die Sie klären sollten.
Die Finanzierungsprüfung des Käufers
Ein Käufer, der auf einen Kredit angewiesen ist, muss Unterlagen sammeln und auf die Entscheidung seiner Bank warten. Allein das Beschaffen der Unterlagen ist für Käufer eine Belastung, und die Bearbeitungszeiten der Banken fallen unterschiedlich aus. Für Sie bedeutet das: Eine mündliche Zusage genügt nicht. Lassen Sie sich vor der Beurkundung einen Nachweis über die Finanzierung zeigen.
Notartermin und Freigabe der Grundschuld
Bei Verträgen zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson soll der Notar den Vertragsentwurf zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung stellen. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 2013 (III ZR 121/12) steht diese Frist nicht zur Disposition der Beteiligten. Ausnahmen sind nur aus nachvollziehbaren sachlichen Gründen möglich. Zwischen zwei Privatpersonen gilt sie nicht.
Nach dem Notartermin fordert der Notar bei Ihrer Bank die Löschungsbewilligung und den Ablösebetrag an. Die Bank braucht dafür meist einige Wochen. Der Käufer zahlt erst, wenn die Freigabe gesichert ist. Danach folgt die Fälligkeitsmitteilung. Üblich ist eine Zahlungsfrist von 14 Tagen.
Bei Wohnungen und Häusern kann außerdem der Verzicht der Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht einige Wochen dauern. Dafür können zwei bis vier Wochen keine Seltenheit sein.
Diese Unterlagen sollten Sie frühzeitig bereitlegen
Mit vollständigen Unterlagen kann der Notar den Entwurf schneller vorbereiteten. Beginnen Sie mit denen, die eine Anforderung bei Dritten brauchen.
- Aktueller Grundbuchauszug: Er zeigt Eigentümer, eingetragene Grundschulden und Rechte Dritter. Als Eigentümer können Sie ihn beim Grundbuchamt anfordern.
- Energieausweis: Er muss bei einem Verkauf vorliegen. Ein Energieberater stellt ihn aus, planen Sie dafür Vorlauf ein.
- Flurkarte, Grundriss und Wohnflächenberechnung: Sie belegen Größe und Zuschnitt von Grundstück und Haus und kommen aus Ihren Unterlagen oder von den zuständigen Stellen.
- Baugenehmigung, Baupläne und Abnahmen: Sie zeigen, was genehmigt und gebaut wurde. Fehlende Unterlagen dazu fragen Käufer und Banken häufig nach.
- Nachweise zu Modernisierungen und Instandhaltung: Rechnungen und Protokolle stützen Zustand und Preis.
- Darlehensvertrag und Ansprechpartner Ihrer Bank: Sie brauchen den Ablösebetrag und die Löschungsbewilligung. Fragen Sie früh danach.
- Erbnachweis bei geerbtem Haus: Welchen Nachweis Grundbuchamt und Notar verlangen, klären Sie früh mit dem Notar. Bei mehreren Erben braucht der Verkauf die Mitwirkung aller.
So läuft der Verkauf an die Aurea AG ab
Wir kaufen Wohn- und Gewerbeimmobilien in München und dem direkten Umland an. Der Ablauf hat vier Stufen: Sie reichen das Objekt ein, wir antworten innerhalb von 24 Stunden, das Objekt wird vor Ort besichtigt und bewertet, und Sie erhalten ein verbindliches Angebot. Den Kaufvertrag beurkundet ein Notar.
Die Antwort innerhalb von 24 Stunden ist die erste Rückmeldung, nicht der Abschluss. Bis zur Zahlung gelten dieselben Schritte wie bei jedem Verkauf: Vorlauf bis zur Beurkundung, Freigabe der Grundschuld und Kaufpreiszahlung. Sie sprechen direkt mit uns, nicht mit einem Vertriebsteam.
Fazit: Zeit gewinnen, wo sie sich gewinnen lässt
Wer sein Haus schnell verkaufen möchte, gewinnt Zeit in der Vermarktung und bei den Unterlagen. Die Abwicklung ab dem Kaufvertragsentwurf bleibt typischerweise ein Ablauf von mehreren Wochen. Ein seriöser Ankäufer sagt Ihnen das offen. Wenn Sie prüfen möchten, ob ein Direktankauf zu Ihrer Situation passt, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Für Ihre Situation wenden Sie sich an eine Notarin oder einen Notar, an Ihre Bank und an eine Steuerberatung.
Häufige Fragen zum schnellen Hausverkauf
Wie lange dauert es, ein Haus schnell zu verkaufen?
Mit etwa fünf bis neun Wochen zwischen Kaufvertragsentwurf und Kaufpreiszahlung sollten Sie rechnen, je nach Bank, Notariat und Objekt. Die Vermarktung kommt davor hinzu: Ein Hausverkauf dauert insgesamt durchschnittlich sechs bis zwölf Monate. Ein Direktankauf verkürzt die Vermarktung. Die Abwicklung bei Notar und Bank bleibt.
Kann man ein Haus sofort verkaufen?
In der Regel nicht. Der Kaufvertrag braucht einen Notar, der Vorlauf bis zur Beurkundung beträgt meist zwei bis drei Wochen, und die Zahlung folgt erst nach der Freigabe der Grundschuld. Ein Angebot kann schnell vorliegen. Abgeschlossen ist der Verkauf erst mit der Zahlung.
Welcher Weg ist beim Hausverkauf der schnellste?
Beim Direktankauf entfällt die Vermarktung, deshalb steht der Käufer hier am schnellsten fest. Für die Zeit bis zur Zahlung gibt es keinen schnelleren Weg. Sie hängt an Notar, Bank und Unterlagen.
Was kostet ein schneller Hausverkauf?
Ein Direktankauf bedeutet in der Regel einen Abschlag gegenüber dem Preis am freien Markt. Dafür entfallen Maklerprovision und der Aufwand einer Vermarktung. Die Löschung der Grundschuld und eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung fallen bei jedem Verkauf einer belasteten Immobilie an. Ob ein Ankäufer sie übernimmt, sollte im Angebot stehen.
Welche Unterlagen brauche ich zuerst?
Zuerst den aktuellen Grundbuchauszug, den Energieausweis und die Darlehensunterlagen. Alle drei brauchen Anfragen bei Dritten und bestimmen deshalb den Zeitplan am stärksten. Danach folgen Flurkarte, Grundriss, Baugenehmigung und Modernisierungsnachweise.
Was bedeutet Notverkauf bei einer Immobilie?
Ein Notverkauf ist der Verkauf einer Immobilie unter zeitlichem oder finanziellem Druck. Der Begriff beschreibt eine Lage, keinen eigenen Verfahrensweg. Die Abwicklung folgt den üblichen Schritten. Die Zeitnot wirkt vor allem auf die Wahl des Weges und auf den Preis.
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