Haus verkaufen München: So läuft der Verkauf Schritt für Schritt

Sie haben ein Haus in München und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen?

Eine geerbte Immobilie. Eine Trennung. Ein Haus, das zu groß geworden ist. Oder eine Wohnung mit Mietern, die mehr Sorgen als Einnahmen bringt. Wenn Sie das hier lesen, stehen Sie vor einer Entscheidung, die Sie nicht jeden Tag treffen.

München ist einer der anspruchsvollsten Immobilienmärkte Deutschlands. Hohe Preise, anspruchsvolle Käufer, viele Anforderungen an die Unterlagen. Wer hier ein Haus verkaufen will, sollte vorher wissen, was auf ihn zukommt und welche Wege es überhaupt gibt.

Dieser Ratgeber führt Sie durch den kompletten Ablauf in fünf Phasen. Ohne Maklerphrasen, ohne falsche Versprechen.

Was bedeutet „Haus verkaufen in München“ konkret? Der Hausverkauf in München ist ein Prozess in fünf Phasen: Wertermittlung, Unterlagen, Vermarktung, Verhandlung mit Notartermin und Übergabe. Je nach Weg, also Eigenverkauf, Maklerservice oder Sofortkauf an einen Investor, dauert er zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Hausverkauf in München läuft in fünf Phasen: Wertermittlung, Unterlagen, Vermarktung, Verhandlung mit Notar, Übergabe.

  • Der häufigste Fehler ist ein zu hoher Startpreis. Er verlängert die Vermarktungsdauer und führt am Ende zu einem schlechteren Verkaufspreis.

  • Vollständige Unterlagen vor dem ersten Inserat sparen Zeit und schaffen Vertrauen.

  • Drei Wege stehen offen: Eigenverkauf, Maklerservice, Sofortkauf. Jeder hat seine Berechtigung.

  • Bei Häusern mit Sanierungsbedarf, Erbschaften oder Mieterproblemen lohnt sich ein Anbieter, der mehrere Wege aus einer Hand bietet.

Phase 1: Wertermittlung

Bevor Sie irgendetwas anderes tun, brauchen Sie eine ehrliche Antwort: Was ist Ihre Immobilie heute am Markt wert?

Das ist der schwierigste Schritt. Die meisten Eigentümer haben eine emotionale Vorstellung, geprägt von dem, was sie selbst einmal bezahlt haben oder was der Nachbar erzählt. Diese Vorstellung liegt fast immer daneben. Mal zu hoch, selten zu niedrig.

Eine professionelle Wertermittlung berücksichtigt mehrere Faktoren: Lage und Stadtteil, Wohnfläche und Grundstücksfläche, Bauzustand, Energieeffizienz, vergleichbare Verkäufe der letzten Monate, aktuelle Nachfrage. Wer in München eine Immobilie verkaufen will, weiß: Die Lage macht hier den größten Unterschied. Ein Einfamilienhaus in Bogenhausen erzielt einen anderen Verkaufspreis als ein vergleichbares Objekt im Außenbezirk.

Warum der richtige Preis so wichtig ist: Häuser, die zu hoch starten, bleiben oft monatelang im Markt. Käufer werden misstrauisch, das Inserat nutzt sich ab. Am Ende verkauft sich das Objekt unter dem Preis, der mit realistischem Einstieg möglich gewesen wäre. Ein zu niedriger Preis verschenkt direkt Geld.


Phase 2: Unterlagen zusammenstellen

Bevor Sie das erste Foto machen, müssen die Unterlagen vollständig sein. Käufer in München sind anspruchsvoll. Wer Unterlagen erst nach der ersten Anfrage zusammensucht, verliert Zeit. Und oft den Käufer gleich mit.

Diese Unterlagen brauchen Sie für den Hausverkauf in München:

  • Aktueller Grundbuchauszug, nicht älter als drei Monate

  • Energieausweis. Pflicht, muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen

  • Baupläne und Grundrisse, idealerweise vom Architekten oder vom Bauamt

  • Wohnflächenberechnung nach DIN 277

  • Nachweise über Modernisierungen und Sanierungen mit Datum und Kosten

  • Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen, aktuelle Hausgeldabrechnung

  • Bei vermieteten Objekten: aktueller Mietvertrag und Mieterhistorie

Eine vollständige Dokumentation beschleunigt den Verkauf spürbar und schafft Vertrauen. Auf einem Markt mit hohen Kaufpreisen ist Vertrauen die wichtigste Währung. Praktisch heißt das: Wenn Unterlagen fehlen, verzögert oder verweigert die Bank des Käufers die Finanzierung.


Phase 3: Vermarktung

In dieser Phase entscheidet sich, zu welchem Preis und wie schnell Sie verkaufen. Hier passieren die meisten Fehler.

Ein gutes Exposé ist mehr als eine Aneinanderreihung von Daten. Es zeigt das Objekt von seiner besten realistischen Seite, beantwortet typische Fragen, bevor sie gestellt werden, und schafft eine emotionale Verbindung. Dazu gehören professionelle Fotos: aufgeräumte Räume, gutes Licht, richtige Perspektive. Schnappschüsse vom Smartphone schrecken Münchner Kaufinteressenten ab.

Die Vermarktung läuft heute über mehrere Kanäle gleichzeitig. Immobilienportale, eigene Datenbanken seriöser Anbieter, gezielte Ansprache vorqualifizierter Käufer und bei höherwertigen Objekten auch das persönliche Netzwerk. Ein tiefes Verständnis des Immobilienmarkts in München ist dabei entscheidend, um die richtige Zielgruppe zu erreichen und den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

Auf jedes ernsthafte Kaufinteresse kommen mehrere Anfragen, die nichts werden. Eine Vorqualifikation, also die Frage nach gesicherter Finanzierung, echtem Interesse und passendem Suchprofil, spart Wochenenden.


Phase 4: Verhandlung und Notartermin

Die ersten Angebote kommen rein. Jetzt geht es um Verhandlungstaktik und um rechtliche Sicherheit.

Beim Verhandeln gilt: Das erste Angebot ist selten das beste. Zu hartes Pokern ist trotzdem riskant, weil ernsthafte Käufer schnell das Interesse verlieren. Die Kunst ist, Angebote richtig einzuordnen. Was ist Markt, was ist Schnäppchenjagd, wer hat eine sichere Finanzierung im Rücken?

Sobald Sie sich mit einem Käufer einig sind, geht es zum Notar. In Deutschland ist ein Hauskaufvertrag nur durch notarielle Beurkundung rechtswirksam. Der Notar wird vom Käufer beauftragt, ist aber neutral. Er erstellt den Kaufvertrag, lädt beide Parteien ein und liest den Vertrag im Termin vor. Vor der Unterzeichnung haben beide Seiten zwei Wochen Zeit, den Entwurf zu prüfen. Diese Zeit sollten Sie nutzen.

Aufklärungspflicht ernst nehmen. Als Verkäufer müssen Sie ungefragt über wesentliche Mängel informieren: Feuchtigkeit, Schimmel, Altlasten, statische Probleme. Wer hier verschweigt, riskiert nach dem Verkauf eine Rückabwicklung wegen arglistiger Täuschung.

Zu den Kosten: Die Maklerprovision liegt in Bayern bei Einfamilienhäusern üblicherweise bei 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer pro Seite. Seit dem Bestellerprinzip 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Kosten zur Hälfte. Notar- und Grundbuchkosten von etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises trägt in der Regel der Käufer.


Phase 5: Übergabe und Zahlungseingang

Mit dem Notartermin ist der Verkauf rechtlich vollzogen, aber noch nicht abgeschlossen. Was jetzt folgt, läuft im Hintergrund und dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

Der Notar veranlasst die Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Die Bank des Käufers gibt die Finanzierung frei. Sobald alle vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind, fordert der Notar den Käufer zur Zahlung auf.

Erst wenn der Kaufpreis auf Ihrem Konto eingegangen ist, findet die Schlüsselübergabe statt. Dabei wird ein Übergabeprotokoll erstellt: Zählerstände, vorhandene Schlüssel, Zustand der Räume. Das Protokoll schützt beide Seiten vor späteren Streitigkeiten.

Zur Steuer: Wenn Sie das Haus innerhalb der letzten zehn Jahre gekauft und nicht selbst genutzt haben, kann Spekulationssteuer anfallen. Bei eigengenutzten Häusern und bei Erbfällen gelten besondere Regeln. Klären Sie das mit Ihrem Steuerberater vor dem Verkauf, nicht danach.


Drei Wege, ein Haus in München zu verkaufen

Die fünf Phasen oben gelten für jeden Hausverkauf. Was sich unterscheidet, ist der Weg dorthin. In München haben Sie drei Optionen.

Weg 1: Eigenverkauf. Sie übernehmen alles selbst. Wertermittlung, Unterlagen, Inserate, Besichtigungen, Verhandlungen, Notartermin. Sie sparen die Maklerprovision. Sie investieren dafür mehrere Monate Zeit, eigene Recherche und tragen das Risiko, den Markt falsch einzuschätzen. Funktioniert, wenn Sie Erfahrung haben und Zeit mitbringen.

Weg 2: Verkauf mit Maklerservice. Ein erfahrener Makler übernimmt die Vermarktung, qualifiziert Käufer vor und führt die Verhandlungen. Sie zahlen dafür eine Provision, gewinnen aber Zeit, Nerven und in vielen Fällen einen besseren Verkaufspreis. Weil ein Profi den Markt einschätzt und unseriöse Anfragen filtert.

Weg 3: Sofortkauf. Sie verkaufen direkt an einen Investor oder ein Unternehmen, das Häuser ankauft. Sie sparen die komplette Vermarktungsphase, bekommen schnell Klarheit und Zahlung. Verzichten dafür meist auf den maximal möglichen Marktpreis. Sinnvoll, wenn Schnelligkeit wichtiger ist als der letzte Euro: bei Erbschaften mit Steuerdruck, sanierungsbedürftigen Häusern oder Lebenssituationen, die keine lange Vermarktung erlauben.

Welcher Weg passt, hängt von Ihrer Situation ab. Nicht von einer allgemeinen Empfehlung.


Wo Aurea ins Spiel kommt

Wir sind auf einen Punkt spezialisiert, an dem klassische Makler oft an ihre Grenze kommen. Häuser, die nicht in zwei Wochen verkaufsfertig sind. Geerbte Objekte mit Sanierungsbedarf. Wohnungen mit Mieterproblemen. Häuser, bei denen Eigentümer sich überfordert fühlen.

Für genau diese Situationen bieten wir alle drei Wege aus einer Hand an. Klassischer Maklerservice für gepflegte Objekte, gemeinsame Projekte für Häuser, die vor dem Verkauf saniert werden sollen, und den Sofortkauf für Eigentümer, die schnell Klarheit brauchen. Mit eigenem Handwerker-Netzwerk, einem Showroom in München und einem Ansatz, der erst dann eine Rechnung schreibt, wenn das Haus verkauft ist.

Sie haben Fragen zu Ihrer Situation?

Jeder Hausverkauf ist anders. Wenn Sie wissen wollen, welcher Weg in Ihrem Fall der richtige ist, sprechen Sie mit uns. Im persönlichen Gespräch in unserem Münchner Showroom oder am Telefon. Kostenlos, unverbindlich, ehrlich.

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Häufige Fragen zum Hausverkauf in München

Wie lange dauert es, ein Haus in München zu verkaufen?

Mit professioneller Vermarktung sind in München zwei bis vier Monate von der Wertermittlung bis zur Übergabe realistisch. Bei guter Lage und realistischem Preis auch schneller. Im Eigenverkauf dauert es meist deutlich länger, weil Käufergewinnung, Qualifizierung und Verhandlung mehr Zeit brauchen. Beim Sofortkauf kann der gesamte Prozess innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein.

Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?

Mindestens nötig sind aktueller Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne oder Grundrisse, Wohnflächenberechnung und Nachweise über Sanierungen. Bei Eigentumswohnungen kommen Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlung dazu, bei vermieteten Objekten der aktuelle Mietvertrag. Vollständige Unterlagen verkürzen den Verkauf spürbar und schaffen Vertrauen bei Käufern.

Wie hoch ist die Maklerprovision in München?

In Bayern teilen sich Käufer und Verkäufer bei Einfamilienhäusern die Maklerprovision üblicherweise jeweils zur Hälfte. Pro Seite werden meist 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer fällig. Diese Aufteilung ist seit dem Bestellerprinzip von 2020 gesetzlich geregelt. Wer ohne Makler verkauft, spart die Provision, nicht aber Zeit und Aufwand.

Was muss ich Käufern vor dem Verkauf offenlegen?

Sie müssen ungefragt über alle wesentlichen Mängel informieren, von denen Sie wissen. Feuchtigkeit, Schimmel, Altlasten im Boden, statische Probleme oder rechtliche Belastungen gehören dazu. Wer Mängel verschweigt, riskiert eine Rückabwicklung wegen arglistiger Täuschung, auch noch Jahre nach dem Verkauf. Ehrliche Aufklärung schützt Sie rechtlich und schafft Vertrauen beim Käufer.

Lohnt sich ein Sofortkauf statt klassischer Vermarktung?

Ein Sofortkauf lohnt sich, wenn Schnelligkeit oder Sicherheit wichtiger sind als der theoretisch maximale Verkaufspreis. Typische Situationen sind ein geerbtes Haus mit anstehender Erbschaftsteuer, ein sanierungsbedürftiges Objekt ohne Geld für Vorbereitung, ein laufender Scheidungsprozess oder problematische Mietverhältnisse. Wer Zeit hat und Geduld mitbringt, erzielt mit klassischer Vermarktung in München meist einen höheren Preis.

Bereit für den , nächsten Schritt?

Sprechen Sie mit uns, ob als Investor oder Eigentümer. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation.

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